Eine kleine Rentierherde …

Nun hat es uns also doch erwischt. Papa, Mama und die Herzbuben sind krank. Nichtsdestotrotz wollen die Jungs beschäftigt werden. Wie praktisch, dass die Mitgebsel für die Erzieherinnen noch ausstehen.

An dieser Stelle möchte ich einmal sagen, wie unglaublich dankbar ich für „Pinterest“ bin. Dort fand ich schon im letzten Jahr eine ganz zauberhafte Idee für die Gestaltung von Christbaumkugeln. (Ursprüngliche Quelle: littlebitfunky.com)   

Ihr braucht dazu nur:
• Christbaumkugeln
• braune Acrylfarbe
• einen kleinen Pinsel
• und Lackstifte in den Farben: schwarz, rot und weiß

Und nun …
Eine Fingerspitze mit ein wenig Farbe bestreichen und auf der Christbaumkugel vorsichtig gedrückt bzw. abgerollt. Nase, Augen und das Geweih hat Mama aufgemalt. Wir wollten den Rentieren noch ein wenig Schneezauber gönnen und haben gemeinsam mit dem weißen Lackstift Schneeflocken gezeichnet.

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Das Schöne an diesem „last minute“ Mitbringsel ist, dass auch die Kleinsten ihre Spuren hinterlassen können. Jede Kugel, ja jedes Rentier ist ein Unikat und für Mamas, Papas, Omas, Opas, Patinnen, Paten – in unserem Fall dürfen sich die Erzieherinnen darüber freuen – und all die anderen lieben Menschen eine besondere Erinnerung.

Uns hat es sehr viel Spaß gemacht, die 19-köpfige Herde zu kreieren – und euch wünschen wir das natürlich ebenso 😉

Fünfecke Teil II

Die Zeit verfliegt nur so. Es sind nun nicht mehr zwei Wochen bis zu unserem Umzug – und selbstverständlich Weihnachten. Der Alltag besteht aus Kisten packen, der Kindergarten braucht Unterstützung bei Adventsfeierlichkeiten, der Haushalt möchte gemacht werden und die Familie soll auch nicht zu kurz kommen. Da muss man gut jonglieren und auch Abstriche machen. Der Adventskranz fällt dieses Jahr ein wenig „natürlicher“ aus und ist zudem auch noch gekauft statt selbstgemacht. Und geschmückt werden dieses Jahr eben die Türklinken von den Herzbuben. Dabei stelle ich mal wieder fest, dass nicht die Masse den Vorweihnachtszauber in die Wohnung trägt. Wir zelebrieren den Advent vielleicht nicht so üppig, aber dennoch bewusst.

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In der Weihnachtswerkstatt wird es langsam stiller. In den vergangengen zwei Wochen sind neben Weihnachts- auch Abschiedsgeschenke für die Kindergartengruppen der Herzbuben entstanden.
Die Käfer haben neben Fühlkissen (aus Fünfecken genäht) auch ein selbstgemachtes Memory-Spiel bekommen. Da war es nur logisch, diese auch stilecht in selbst gehäkelten Körben zu überreichen. Diese hatte ich nach eigener Anleitung gehäkelt. Wer sie nachmachen möchte ist aber bestens bei Caro aufgehoben. Sie hat auf ihrem Blog eine ausführliche Anleitung eingestellt.

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Abendliche Häkelrunde mit Gesellschaft :o)

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Als Füllung für die Fühlkissen habe ich diesmal übrigens getrocknete Erbsen, Linsen und Reis verwendet.

So. Nun aber ab ins Bett für heute *gääähn*. Genug geschafft.

Ich wünsche euch noch eine gute Woche!

Fünfecke … eine runde Sache … (Teil I)

Nachdem es letzte Woche etwas ruhiger war, möchte ich mich gut gelaunt und fröhlich schaffend zurückmelden und euch gerne meine letzten „Liebseligkeiten“ vorstellen. Momentan läuft ziemlich viel parallel und ich habe mehrere Projekte gleichzeitig am Laufen. Jaaaa man könnte sich vielleicht „besser“ organisieren … aber mal ehrlich: richtig kreativ bin ich im Chaos. Geht euch das auch so? Skizzen, Materialien, Bastel- und Nähutensilien stapeln sich auf dem Küchen- und dem Schreibtisch; und in der allergrößten Not auch im Wohnzimmer. Da müssen meine Jungs dann leider durch.

Vergangene Woche versuchten wir uns an Basteleien rund um das Fünfeck. Ursprünglich fingen wir mit Sternen für die Fensterdekoration an. Mir war nämlich kurz zuvor eine Anleitung für suuuper schöne Faltsterne in die Hände gefallen. Allerdings sind sie für einen Vierjährigen eher anstregend zu machen. Sie erfordern viel Geduld und Fingerspitzengefühl. So machte Mama die „Regenbogensterne“ und der Sonnenschein eine Mini-Variante. Doch seht selbst:

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Aus Fünfecken lassen sich aber auch wunderschöne Windlichter falten. Diese bekamen heute die Erzieherinnen aus der Mäuse- und der Käfergruppe als Adventslichter geschenkt.

Man braucht dazu lediglich: 

  • Tonpapier, eine Fünfeck für Sterne
  • einen Prägestift und einen Bleistift
  • Schere, Bastelkleber und ein Lineal
  • (Leinsamen-)Öl in einem kleinen Schälchen und einen Backpinsel

Here we go:

Ich habe mich für euch in einer kleinen Bildanleitung versucht. Hoffentlich kommt ihr gut damit zurecht. Eigentlich ist es aber ja auch ganz simpel.

Zuerst übertragt ihr die Form eines Fünfecks mit dem Bleistift auf das Tonpapier. Direkt im Anschluss habe ich die Innenlinien / Faltlinien mit dem Prägestift markiert. Das hat den Vorteil, dass das Papier nicht unter dem Lineal verrutschen kann und man sieht später auch keine Bleistiftlinien durchscheinen.

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Nachdem das Fünfeck ausgeschnitten ist, sind die Einschnitte dran. Sobald ihr die gemacht habt, beginnt ihr mit dem Falten.

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Und immer schön die Spitzen raus formen.

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Nun noch die Spitzen nach oben falten; ihr merkt dann schon, dass sich ein kleiner „Becher“ bildet. Auf die überlappenden Spitzen, gebt ihr dann ein wenig Bastelkleber.

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Der Becher sollte nun so aussehen:

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Die folgende Arbeit hatte meinem Sonnenschein am besten gefallen: Das Windlicht einölen. Ganz vorsichtig strich er mit dem Backpinsel immer wieder auf und ab. Das Papier saugt das Öl gut auf und verteilt sich. Man braucht es also nicht zu eng mit dem Einölen sehen. Wenn das Öl dann trocken ist, leuchtet das transparent gewordene Tonpapier.

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kleiner Tipp:

Man kann auch mehrere Windlichter in verschiedenen Farben anfertigen und spiralförmig hinstellen. Gerade in der KiTa oder in Spielekreisen kann ich mir das schön als Einstimmung auf Weihnachten vorstellen. 

(Ende Teil I …)

Viel bespieltes Memory …

Eine Kleinigkeit möchte ich euch gerne noch vorstellen: unser freudig bespieltes Memory-Spiel aus Stoff:

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Es ist eine gefühlte Ewigkeit her, dass ich es für unseren Sonnenschein genäht habe. Langsam wächst dafür der kleine Herzensbub rein und versucht sich im Zuordnen und Benennen.

So ein Memory-Spiel ist ziemlich fix genäht. Man braucht dazu:

• „Panel Stoff“ (es gibt so viele wunderschöne Stoffe … seufz …); das ist Stoff mit quasi gerahmten Motiven, die man leicht ausschneiden kann. Wichtig hierbei ist natürlich, dass man je Motiv ein Pärchen hat.
• Stoff für die Rückseite
• Vlieseline (am besten einseitig aufbügelbares Volumenvlies)
• eine kleine, feine Nähmaschine

So geht’s:
Beim Ausschneiden der Motive sollte auf eine Nahtzugabe von 1 cm je Seite geachtet werden. Mit dem Stoff für die Rückseite wird ebenso verfahren.
Das Volumenvlies wird auf die linke Seite des Motiv- oder Rückseitenstoffes gebügelt.
Anschließend beide Seiten links auf links legen und zusammen nähen.

                         ☆Et voilà! ☆

Holzfieber …

Ich muss ja gestehen, dass ich eigentlich überhaupt keine Ahnung von Holz“verarbeitung“ habe. Das nur mal der Ehrlichkeit halber vorab …

Aber es hat mich gepackt! Das Holz- / Spielzeug- / Wie auch immer – Fieber. Und zwar so richtig!

Schuld ist eigentlich Caro von Naturkinder (da hast du was angerichtet, liebe Caro ;o) ). Der von ihr vorgestelle Postkartenhalter war mein Erstlingswerk in Sachen Holzbearbeitung. Und auch das tolle Notebook ist schon bei uns eingezogen. Nun will ich meeeeehr …

Auf der Suche nach einem Weihnachtsgeschenk für die Kleinkinder in der Familie und dem Freundeskreis, habe ich mich vom world wide web inspirieren lassen. Plastikfrei sollte es sein und natürlich selbstgemacht – und heraus kam: ein Fädelspiel.

Hierzu habe ich mir bereit gestellt: 

  • eine Sperrholzplatte (ca. 1 cm dick)
  • eine Dekupiersäge (die wurde von einer lieben Freundin geliehen)
  • eine „Pferde“vorlage
  • einen Akkuschrauber
  • einen Forstnerbohraufsatz (10 mm)
  • einen Senkbohrer (10 mm)
  • Schleifpapier und einen Korkschleifklotz
  • einen Brennmalkolben
  • Leinöl und Tuch
  • Bleistift

Und wie geht das nun?! – 

Nachdem ich die Vorlage (Pony, Knopf, Frosch, Stern, wie auch immer) auf das Sperrholz aufgezeichnet habe, habe ich auch direkt mit dem Forstnerbohrer die Löcher in das Pony gebohrt. (Kleiner Tipp: Wenn die Platte größer ist, bohrt es sich leichter, da sich das Pony dann nicht mitdreht.) Anschließend habe ich die Löcher gleich mit dem Senkbohrer nachbearbeitet, damit  das Holz nicht weiter ausfranst.

Danach wurde das Pony mit der Dekupiersäge vorsichtig ausgesägt. Es hat ein Weilchen gedauert, bis ich es schaffte, tatsächlich nur auf der Linie zu bleiben. Doch als ich endlich die Geduld aufbrachte (ja ja … nicht unbedingt meine Stärke, ich weiß …) und mich langsam vorarbeitete, ging es besser.

Nachdem das Pferdchen nun soweit ausgesägt war, ging es ans Abschleifen der gesägten Kanten. Das geht mit einem Korkschleifklotz, der mit Schleifpapier umwickelt wird übrigens richtig gut. Für andere vielleicht eine selbstverständliche Annahme, für mich ein learning by doing ;o)

Nun ja … Schlussendlich kam der Brandmalkolben zum Einsatz. Hier sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Und was ein echtes Pony ist, darf natürlich noch gepflegt und eingeölt oder bemalt werden.

Fertig ist das Fädel-Indianer-Pony für die Kleinsten!

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Mir hat es viel Spaß gemacht eines herzustellen. Von daher wird wohl eine kleine Herde daraus werden, die dann zu Weihnachten verschenkt wird.

P. S.: Da fehlt ja noch was: der „Fädelstift“! Hierzu habe ich mir überlegt, ein Rundholz auf die gewünschte Länge zuzusägen, vorne eine Spitze zu arbeiten, die selbstverständlich abgerundet wird. Ans andere Ende werde ich ein kleines Loch bohren und eine Kordel mit etwas Leim befestigen.

P. P. S.: Anregungen hierzu sind übrigens gerne willkommen :o)

Wir „tangramen“ …

Ein selbstgemachtes Geschenk, das ganz schnell geht, ist das Tangram Puzzle. Man nehme:

  • eine Sperrholzplatte
  • einen Bleistift
  • ein Lineal
  • eine Laub- oder Dekupiersäge
  • etwas Leinöl oder Farbe, je nach Belieben
  • eine Schale und ein möglichst fusselfreies Tuch
  • eine Tangram Vorlage

Gestern Abend kam mir die Idee, für meine Lieblingsmarie dieses Jahr ein Tangram Puzzle zu basten … aber pssst! … nicht verraten!

Zuerst stand ich vor der schier unüberwindbar scheinenden Aufgabe, entsprechend passgenaue Teile aufzuzeichnen. Also habe ich mich da durch gemogelt. Und damit ihr dieses Problem nicht habt, bekommt ihr von mir als „Gutzerle“ (so sagt man in Franken) eine PDF-Zeichnung zum Ausdrucken. Tadaaa! ^_^

Tangram

Also ihr Lieben: nichts wie ran an die Sägen und los geht’s! Zum Schluss noch brav eingeölt oder lackiert und ein paar Beispiele mitgegeben. Schon ist der Knobelspaß fertig!

 

Viel Vergnügen!